Sie haben leider Recht mit der Feststellung, "wie vergleichsweise klein die Zahl derer ist, die wie Richard von Weizsäcker angesichts der rot-roten Annäherung zu ,Respekt vor den Wählern' raten". Ich bin weder Mitglied noch Sympathisant der PDS, aber ich frage mich, welches Demokratieverständnis einige Protagonisten auf der politischen Bühne haben, das ihnen erlaubt, ein Wählervotum von 22,6 Prozent zu ignorieren und einer demokratisch gewählten Partei, die dem Grundgesetz verpflichtet ist, die Mitwirkung an politischer Gestaltung zu versagen. Die Berliner Demokraten sollten die Chance nutzen, die politische Realität anzuerkennen und unsere Hauptstadt zum Symbol der Wiedervereinigung zu machen, die bis heute nicht wirklich vollzogen ist.

Dr. Helmut Viemann, per E-Mail

Rot-Rot ist doch nun wirklich keine Notlösung. Die Ampelkoalition wäre das wohl eher gewesen. Ich will nur hoffen, dass die PDS nicht den gleichen Fehler begeht wie zurzeit die Grünen: Machterhalt um den Preis der eigenen Glaubwürdigkeit.

M. Kaßube, Berlin

Der Hauptstadt der Bundesrepublik kann nichts Schlechteres passieren als diese rot-rote Koalition. Man dachte, aus der Geschichte lernen zu können.

Wehret den Anfängen. Gysi ist scheinheilig, was man daran sieht, dass er die Überwachung der Kommunistischen Plattform durch den Verfassungsschutz unterbinden will. Schade für die Stadt, schade für unser Land.

Christian Bock, per E-Mail