Es ist nicht zu verzeihen, dass Sie zwar einen obskuren indischen Großmogul erwähnen, dagegen einen der Mitbegründer der vergleichenden Sprachwissenschaften, nämlich Wilhelm von Humboldt, gänzlich unerwähnt lassen. Dieser schrieb schon vor rund zweihundert Jahren über die Natur der menschlichen Sprache wörtlich: "Ihre wahre Definition kann daher nur eine genetische sein." Die immense kulturelle Bedeutung der Sprache für Völker wie für Individuen hat er dabei keineswegs gering geachtet, ganz im Gegenteil.

Ich sehe also nirgends einen Grund für die Entfachung eines Streits.

Jürgen Hornschu Hannover