Was heißt denn, Nicht von dieser Welt zu sein? Dass Caterina Ordensschwester werden will und von oben bis unten Grau trägt? Oder dass Ernesto nicht am Leben teilhat? Dass er sich einfach nicht merken kann, wie die fidelen Frauen heißen, die er in seiner Reinigung anblafft und denen er nach Feierabend hinterherguckt, weil sie im Gegensatz zu ihm noch etwas vorhaben? Ganz sachte. Der Film lässt erst einmal einen Jogger auflaufen. Der legt Schwester Caterina ein Kind in den Arm. Er fand es gerade. Ernesto könnte der Vater sein, dieses verbitterte, einsame Dickerchen. Caterinas Suche führt in seine Reinigung. Sie selbst zieht es immer wieder in das Krankenhaus, in dem sie das Kind abgegeben hat. Wer ist die Mutter? Wäre sie es nicht gerne? Neben Ernesto und Caterina bringt der Regisseur Giuseppe Piccioni noch andere Großstadtmenschen ins Spiel, etwa ein schwangeres Mädchen, das sich den Bauch flach bandagiert, oder eine hysterische Frau, die auf jeder Serviette ihren Namen hinterlässt. Ja, hier wird gesucht und gesucht. Nach einer Mutter, nach einem Vater, nach Auswegen, nach Entscheidungen, nach Trost. Mailand ist schlichtweg unbunt. Dennoch sickert etwas Heiteres in den Film, und das Unglück hat seine komischen Seiten, wie an Ernesto zu sehen ist, der fast von seinem Schlips erwürgt wird. - Diesen Film muss man leise loben, weil er selbst so leise ist.