Peter Hoffmann: Tomorrow's Energy - Hydrogen, Fuel Cells and the Prospects for a Cleaner Planet

The MIT Press, Cambridge, Massachusetts/London 2001

302 S., 22.50 L

Ohne Wasserstoff gäbe es nicht die Raumfahrt, es gäbe nicht die Wasserstoffchemie, nicht die Fetthärtung, die Elektronik- und Glasfertigung oder die Kühlung der großen elektrischen Kraftwerksgeneratoren. Das alte Stadtgas, mit dem wir kochten und heizten, enthielt 60 Prozent Wasserstoff, als "Leuchtgas" spendete es Licht für die Straßenlaternen. Wasserstoff also ist nichts Neues.

Jetzt sind in Hamburg und München die ersten Wasserstofftankstellen eröffnet worden, Wasserstoffbusse fahren im Linienverkehr, kein Automobilunternehmen der Welt, das nicht mit Hochdruck an Wasserstoffautos arbeitet. Die Heizungsbauer werden die Kessel und Brenner in unseren Kellern durch erdgas- oder wasserstoffversorgte hoch effiziente, saubere Brennstoffzellen ersetzen, und die Millionen Handys, Laptops oder Camcorder werden anstelle von Batterien endlich mit Minibrennstoffzellen à 100 Stunden Lebensdauer mit Strom versorgt.

Und warum dies alles? Weil uns Umwelt und Treibhauseffekt dazu zwingen, die Kohlenstoffemissionen aus dem Gebrauch von Öl, Erdgas und Kohle drastisch zu reduzieren. Kohlenwasserstoffe haben geschichtlich die Industrialisierung getragen, jetzt muss Wasserstoff dafür sorgen, dass die sechs Milliarden, künftig acht oder gar zehn Milliarden Menschen auf der Erde bei wachsendem Wohlstand nicht auf Kosten von Umwelt und Klima leben.

Peter Hoffmann, Herausgeber des Hydrogen and Fuel Cell Letter, hat ein für den interessierten Laien leicht lesbares Buch veröffentlicht, das die Wasserstoffgeschichte und ihre Entwicklungen in der Welt nachzeichnet.