die zeit: Die Allianz managt die Altersvorsorge der Metallindustrie. Wie sieht diese Vorsorge aus?

Jürgen Eichelmann: Die Allianz wird mit mehreren Partnern das Versorgungswerk MetallRente einrichten und betreiben. Es wird alle drei mit der Riester-Förderung versehenen Durchführungswege anbieten: Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds. In jedem Durchführungsweg müssen förderfähige Produkte sowie eine Absicherung für Langlebigkeit, Invalidität und Tod angeboten werden. Adressat sind die Betriebe der Metall- und Elektroindustrie mit ihren etwa 3,5 Millionen Beschäftigten.

zeit: Wie wird die Riester-Rente integriert?

Eichelmann: Das Versorgungswerk wird beide Möglichkeiten der Förderung vorsehen. Der Arbeitgeber kann also für seine Arbeitnehmer ab 2002 bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung jährlich in eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds steuerfrei einzahlen. Die spätere Rente wird dafür in voller Höhe besteuert. Außerdem kann auch die so genannte Riester-Rente über das Versorgungswerk abgewickelt werden. Hierfür können Arbeitnehmer über ihren Arbeitgeber ab 2002 zunächst ein Prozent, ab 2008 schließlich bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze, durch Zulagen oder Sonderausgabenabzug gefördert, in eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds einzahlen.

zeit: Zur betrieblichen Altersversorgung ganz allgemein. Welche Variante ist für den Mitarbeiter die sinnvollste? Nach welchen Kriterien soll er sich entscheiden?

Eichelmann: Darauf gibt es leider keine Standardantwort. Jeder Arbeitnehmer wird eine persönliche Beratung brauchen, welche Lösung für ihn am besten passt. Sehr allgemein kann man sagen: Arbeitnehmer, die die Sicherheit der Altersrente anstreben, werden sich für die Direktversicherung oder die Pensionskasse entscheiden

Arbeitnehmer, die eine Chance auf höhere Renditen suchen und dafür auch höhere Risiken einzugehen bereit sind, werden den Pensionsfonds vorziehen.