Wie viel Trinkgeld soll ich geben, damit ich mich weder blamiere noch mich ruiniere?

fragt Max Schreyvogel aus Meran

Die goldene Regel, mit der Sie in Westeuropa gut über die Runden kommen, lautet: fünf Prozent. Handelt es sich um einen freundlichen Kellner (gibt es, gibt es!), dürfen es auch zehn Prozent sein. Vergessen Sie das Gerücht, die Bedienung sei im Preis inbegriffen: Kellner werden sehr schlecht bezahlt und sind auf Trinkgeld angewiesen. In der Spitzengastronomie sind Sie zusätzlich von einem Sommelier bedient worden. Der Mann kriegt auch was ab. Wie viel, richtet sich nach dem Flaschenpreis, der Fixigkeit beim Nachschenken und der Gutgläubigkeit, mit der der Sommelier Ihren Wein zurücknimmt, weil Sie einen Korken rausgeschmeckt haben. Steht vor dem Haus ein Wagenmeister, der Ihnen ein Taxi herbeitrillert, kriegt der ebenfalls einen Obolus. Zwischen einer und fünf Mark (je nach Klasse des Hauses) sind in diesem Fall fällig. Und natürlich dürfen Sie ihm auch Euro und Cent geben.

Auch Fragen? Schreiben Sie an Wolfram Siebeck, DIE ZEIT, 20079 Hamburg, oder an siebeck@zeit.de