Es ist völlig unbestreitbar, dass die Bundesregierung, die ich geführt habe, nicht bestechlich war. Es gibt keinen einzigen Vorgang, der das belegt.

Der dauernde Versuch, auf einen Staatssekretär zu verweisen, bei dem es bisher leider zu keinem Gerichtsverfahren kam, da hätte man ja mehr erfahren können ... ist in diese Richtung ... jedenfalls haben wir unsere Entscheidungen nicht ... aufgrund von finanziellen Zuwendungen irgendeiner Art der Bestechung gemacht.

Die Tatsache, dass diese Aktenveröffentlichungen ... oder das Aktenverschwinden im Kanzleramt in dieser Weise hochgeblasen wurde, ist ja auch ein solches Beispiel. Es wird ein enormer Druck auf die Staatsanwälte jetzt ausgeübt. Es ist ein völliges Novum der deutschen Rechtsgeschichte, dass ein Chef der Staatsanwälte, der Landesjustizminister - wenn das Zitat in der ZEIT stimmt -, das muss ich ausdrücklich um des Schutzes willen sagen, weil dieser Artikelschreiber in der ZEIT ... sind ja inzwischen ... stehen ja für ein Niveau, das seinesgleichen hat ... für ein ... andere Hamburger Druckerzeugnisse, das ist jetzt eine Entwicklung, wo man sich angeschlossen hat ... und ... ich weiß nicht, was jetzt weiter beabsich tigt ist. Ich würde davon ausgehen, die nächste Stufe ist, dass man die Staatsanwälte jetzt doch noch so unter Druck setzt - das versucht man ja auch in diesem Zeitungsartikel, dass man doch noch zu einer Hausdurchsuchung bei Helmut Kohl kommt, weil das die entsprechenden Bilder für den Rest der Welt gibt ... Ich denke, die Staatsanwälte wissen, was sie tun, rechtskundig, mit alldem, was dazugehört. Und ansonsten ist das Verfahren ja in einer Ecke angelangt, dass ich überhaupt nicht mehr weiß, was eigentlich in einigen Köpfen von Sozialdemokraten vonstatten geht. Das, was sie jetzt da inszenieren - und glauben Sie ja nicht, dass das die Verantwortlichen nicht wissen. Nicht die Ausschussmitglieder. Die wissen es wahrscheinlich nicht. Aber was da jetzt in der ZEIT geschieht, unter dem neuen Herausgeber, der Gott sei Dank, zum Segen der Republik, das Kanzleramt verlassen hat - aufgrund seiner einmaligen Missleistungen auch zu Recht verlassen hat -, dass man jetzt also praktisch auf der Ebene der Putzfrauen die Akten des Bundeskanzlers sucht, genauer gesagt, eines Freundes einer Putzfrau, das zeigt schon das Niveau, das wir in dieser Debatte erreicht haben. Ich weiß nicht, was die Herren jetzt beschließen ... dann gehen wir halt vor Gericht ... aber der eigentliche Grund ist ja, man will den Ausschuss noch hinziehen, in den Wahlkampf bringen, und der Fraktionsvorsitzende der SPD, der gemeinsam mit dem Herrn Generalsekretär der SPD und mit voller Billigung des Parteivorsitzenden Hauptdrahtzieher dieser ganzen Unternehmung ist, die werden sich schon was einfallen lassen. Nur wird der Wähler halt bei der Wahl anders entscheiden, aber ich warne Neugierige, auch eine Minderheitenfraktion hat das Recht, einen Untersuchungsausschuss einzusetzen.

So viel für jetzt und heute."