Die neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung plädiert für mehr Wettbewerb und effizientere staatliche Politik, die mehr wirtschaftliches Wachstum und mehr Beschäftigung bei einer besseren Balance der Belastungen zwischen den Generationen in den Mittelpunkt stellt. Staatliche Politik muss die Anreize für wirtschaftliches Verhalten der Haushalte und innovatives Verhalten der Unternehmen vergrößern.

Eine Gesellschaft, die über Jahrzehnte zu wenig Humankapital durch zu niedrige Geburtenraten und zu wenig Vermögen durch sinkende Sparquoten bildet und immer mehr Belastungen in die Zukunft verschiebt, wird ihre Ansprüche auf Dauer nicht erfüllen können. Es drohen neue Verteilungskonflikte zwischen den Generationen und neue Belastungen der Erwerbstätigen durch den Staat.

Die wichtigsten Vorschläge:

1. Mit dem Einstieg in die private Alterssicherung wird ein entscheidend neuer Weg gewiesen. Die private Vorsorge sollte ausgebaut werden. Auch die Finanzierung von Gesundheit und Pflege muss auf neue Grundlagen gestellt werden.

2. Genauso muss jetzt ein langfristig angelegter Abbau der Staatsschuld folgen. Die Vorstellung des Finanzministers Hans Eichel - schuldenfrei bis 2020 - wäre ein wichtiger Beitrag zur wirtschaftlichen Sicherung der Rentenfinanzierung nach 2020.

3. In die gleiche Richtung würde ein Jahrzehnt des Abbaus von Subventionen wirken.

4. Die Arbeitslosigkeit bei Niedrigqualifizierten kann nur durch eine Kombination aus niedrigeren Löhnen und staatlichen Zuschüssen beseitigt werden. Die Märkte für niedrig qualifizierte Arbeitskräfte sollten durch den Abbau von Markteinschränkungen für lokale Dienstleistungen ausgeweitet werden.