Pensionsfonds: sind rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtungen, über die der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern eine zusätzliche kapitalgedeckte Altersvorsorge gewähren kann. Der Arbeitnehmer erhält einen Rechtsanspruch an den Fonds. Die Pensionsfonds können vielfältige Möglichkeiten der Geldanlage nutzen und bis zu 100 Prozent in Aktien anlegen.

Die Beiträge des Arbeitnehmers werden schon im Jahr 2002 mit bis zu vier Prozent des Bruttoeinkommens von der Steuer und bis 2008 auch von der Sozialversicherung freigestellt. Als Leistungen des Pensionsfonds sind lebenslange Altersrenten vorgesehen, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen können kombiniert werden. Die Rente wird voll besteuert. Der Anspruch der Mitarbeiter kann sowohl beitrags- als auch leistungsbezogen sein.

Die gesetzliche Aufsicht über Pensionsfonds ist im Versicherungsaufsichtsgesetz geregelt. Die Riester-Förderung kann in Anspruch genommen werden, wenn gleichzeitig auf die Gehaltsumwandlung verzichtet wird.

Direktzusage: Bei der ältesten Form der Betriebsrente garantiert der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter einen festen Betrag als Altersrente. Erst im Ruhestand werden Steuern auf diese Renten fällig. Bereits vor Beginn der Rentenzahlungen kann der Unternehmer entsprechende Pensionsrückstellungen bilden und seine Einzahlungen als Betriebsausgaben geltend machen. Pro Jahr muss die Zusage um ein Prozent erhöht werden - als Ausgleich für die Inflation.

Für die Direktzusage gibt es keine Anlagevorschriften und auch keine gesetzliche Aufsicht. Der Unternehmer kann das Geld also auch in seinen Betrieb investieren. Im Falle einer Insolvenz sind die Direktzusagen über den Pensionssicherungs-Fonds abgesichert. Die Direktzusage wird vom Staat nicht gefördert.

Unterstützungskasse: Betriebe mit Unterstützungskasse - nicht selten mehrere Firmen gemeinsam - haben zu ihrer eigenen Sicherheit in der Regel eine Lebensversicherung für ihre Mitarbeiter abgeschlossen. Die Unterstützungskasse, für die es keine staatliche Förderung gibt, ist aus dem Unternehmen ausgegliedert und taucht daher in der Bilanz nicht auf. Die Beitragszahlungen sind aber wie bei der Direktzusage steuerlich absetzbar.

Zwar haftet der Unternehmer grundsätzlich für die den Mitarbeitern gegebene Versorgungszusage. Er kann diese Leistungen aber widerrufen oder verringern, wenn die wirtschaftliche Lage des Betriebes dies erfordert. Wie bei der Direktzusage gilt auch hier: Die Renten sind über den Pensionssicherungs-Fonds abgesichert, eine Aufsicht oder Anlagevorschriften gibt es nicht. Altersbezüge aus der Unterstützungskasse können über eine Gehaltsumwandlung finanziert werden und sind steuerpflichtig.