Ramsauer: Guten Morgen aus Wildbad Kreuth.

Remme: Herr Ramsauer, das sind Ihre Parteianhänger gewesen, die Stoiber da offenbar vor einer Niederlage bewahren wollen, ihn in Bayern behalten wollen. Können Sie diese Sorgen nachvollziehen?

Ramsauer: Ich kenne diese Sorgen. Ich bin ja auch an der Basis unterwegs und führe viele, viele Gespräche. Aber es gibt genauso auch die anderen Meinungen. Klar ist selbstverständlich eines, dass der Parteivorsitzende und die Parteivorsitzende, also beide schon aus ihren Ämtern heraus bereit sein müssen zu einer Kanzlerkandidatur. Dies und nichts anderes ist am Wochenende von beiden erklärt worden.

Remme: Das Zaudern hat jetzt lange genug gedauert. Jetzt muss entschieden werden. Ist das auch Ihre Meinung?

Ramsauer: Ja selbstverständlich. Die Debatte hat jetzt einen Grat erreicht, wo entschieden werden muss. Das wird in den nächsten Wochen passieren. Wir haben jetzt in dieser Woche und in der nächsten noch eine ganze Fülle von Sitzungen der Führungsgremien und in der Woche vom 21. Januar tagt dann der Bundestag wieder. Am 22. wird die Fraktion wieder tagen. Ich nehme an, dass wir bis dahin Klarheit haben.

Remme: Wer ist Ihrer Meinung nach der bessere Kandidat für die Union?

Ramsauer: Es kann keinen Besiegten und keinen Sieger geben. Es gibt nicht die Frage besser oder nicht. Es gibt nur die Frage, wer eher im Stande sein wird, die rot/grüne Bundesregierung endlich aus den Angeln zu heben und Deutschland wieder auf einen guten politischen Weg zu bekommen. Über diese Frage werden sich Angela Merkel und Edmund Stoiber in den verabredeten Gesprächen in den nächsten Wochen klar werden.