Investmentbanker fusionieren Weltkonzerne und ziehen feindliche Übernahmen durch. Sie bringen Unternehmen an die Börse und schreiben die geheimen Pläne der Topmanager. Sie arbeiten für Häuser mit großen Namen: Goldman Sachs, Morgan Stanley, UBS Warburg oder Deutsche Bank.

"Typisch für diesen Beruf sind Menschen, die sehr intelligent sind, denen es aber gelegentlich an Beharrlichkeit mangelt, einen Beruf dauerhaft auszufüllen", sagt Heinz Schuler, Professor für Psychologie an der Universität Hohenheim. Es ist ein Knochenjob, für den sich oft eine ganz besondere Sorte von Menschen entscheidet: Sie sind karrierebewusst, wollen schnell Erfolge sehen und sind mit Geld verführbar. Der Beruf hat seine Faszination behalten, auch wenn das Geschäft der Investmentbanken in Zeiten der Rezession nicht ganz so gut läuft.

Investmentbanken zahlen selbst Berufseinsteigern sechsstellige Gehälter - dafür verlangen sie Einsatz bis zur Selbstaufgabe. Manche Häuser haben in den Boomzeiten der späten neunziger Jahre sogar Zahnbürsten an ihre Mitarbeiter verteilt, damit diese sich nach einer Nacht am Computer wenigstens die Zähne putzen konnten. Das Konzept: Jung rein, Gas geben und mit Mitte 40 seine Schäfchen im Trockenen haben.

Der Droge Erfolg sind manche erlegen. So wie die Flaming Ferraris, eine Gruppe Investmentbanker aus London. Der Jüngste von ihnen war gerade mal 24, als sie mit Aktienhandel Millionen machten. Sie fuhren Limousinen und ließen in Nobelbars die Sau raus. Doch ihre Deals waren nicht sauber - sie sollen Kurse an der Börse Stockholm manipuliert haben. 1999 wurden drei von ihnen gefeuert und haben seitdem Berufsverbot.