31. November 2001: Die Menschen stürmen die Bankschalter. Weil die Bevölkerung um ihre Ersparnisse fürchtet, werden an einem einzigen Tag rund 1,3 Milliarden Peso (umgerechnet 1,5 Milliarden Euro) abgehoben.

1. Dezember: Der umstrittene Wirtschaftsminister Domingo Cavallo lässt die Bargeldauszahlungen einschränken. Je Konto dürfen monatlich nur noch 1000 Dollar abgehoben werden.

5. Dezember: Schlechte Nachrichten aus Washington. Der Internationale Währungsfonds (IWF) stoppt einen bereits zugesagten Kredit über 1,26 Milliarden Dollar. Als Grund wird die mangelnde Haushaltsdisziplin der argentinischen Regierung genannt.

13. Dezember: Hunderttausende argentinische Arbeiter demonstrieren gegen die Regierung von Präsident Fernando de la Rúa. In den folgenden Tagen kommt es zu Streiks, Demonstrationen und Plünderungen; de la Rúa ruft den Notstand aus. Mindestens 27 Menschen sterben, mehr als 400 werden verletzt. Hunderte werden festgenommen.

20. Dezember: Präsident Fernando de la Rúa tritt zurück.

23. Dezember: Übergangspräsident wird Adolfo Rodríguez Saá. Der peronistische Politiker, bis dato Provinzgouverneur, soll das Land bis zu den Neuwahlen am 3. März 2002 regieren. Saá erklärt, die argentinischen Auslandsschulden von 132 Milliarden Dollar vorerst nicht mehr zu bedienen.

26. Dezember: Die neue Regierung verspricht eine goldene Zukunft: eine Million neue Jobs, 100 000 neue Häuser - vor allem aber die Einführung einer dritten Währung neben US-Dollar und dem an ihn gekoppelten Peso mit Namen Argentino. Dessen Wechselkurs soll frei schwanken und auf diese Weise den Druck vom Peso nehmen. Experten bezweifeln, dass dieser Plan gelingen kann. Politische Gegner werfen Saá vor, lediglich populistische Lösungen parat zu haben.