Ja natürlich, für mich privat hat sich verändert, dass ich auch mit dem Euro zahlen kann, den ich schon so lange als Buchgeld hatte. Und was mich sehr begeistert, ist, dass die Bevölkerung jetzt den Euro sehr gut aufnimmt und ich bin natürlich auch davon beeindruckt, wie gut das riesige logistische Projekt realisiert worden ist; von daher auch mein Kompliment an die Banken und an den Handel für die gute Vorbereitung und Durchführung.

Wie erklären Sie sich denn, dass die Deutschen, die ja nie von der Mark scheiden wollten, nun plötzlich Schlange stehen um diese Mark los zu werden?

Das ist auch ein sehr pragmatisches Verhältnis. Ich kann gut verstehen, dass Einige so ein bisschen Trauer hatten sich von der Mark zu verabschieden, denn es war ja ein Erfolgsprojekt. Aber wichtig ist, dass das Markenzeichen der D-Mark, nämlich eine stabile, eine harte Währung zu sein, dass sich dieses im Euro fortsetzt, und zwar mit einer europäischen Dimension und das ist eine positive Situation.

Sie sagen das als Tatsachenbeschreibung - das ist doch mehr eine Hoffnung?

Nein, ich sage es als Tatsachenbeschreibung, denn wir haben ja seit 1999 den Euro, die Europäische Währungsunion, und hier hat sich gezeigt, dass der Stabilitäts- und Wachstumspakt, der die Mitgliedsstaaten verpflichtet, auf Stabilität zu achten, dass sich dieser realisiert hat. Und wir haben in den Jahren eine so niedrige Inflationsrate in einem so großen Wirkungskreis wie wir es vorher nicht hatten. Und auch die Verpflichtung zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte hat ja auch in relativ kurzer Zeit zu einem großen Erfolg geführt.

Gehen Sie so weit zu sagen, das Vertrauen in den Euro, die Popularität des Euro, wird zu einer neuen Popularität für Europa führen?

Ich bin mir ganz sicher, dass das der Fall ist und wir müssen uns ja wirklich immer wieder vor Augen halten: Es sind 300 Millionen Menschen, die jetzt die gleiche Währung haben. Und das heißt zum einen: das ist ein enormes wirtschaftliches Potential, das wir ausschöpfen können und: es wird ganz klar das Bewusstsein Europäer, Europäerin zu sein, stärken und ich glaube, das war dann das Projekt zur richtigen Zeit.