1. Januar 2012 - Doch, das Triumphgeschrei der D-Mark-Vernichter vor zehn Jahren hat uns geärgert. Wie sie frohlockten, als die Leute schon in der Silvesternacht mit dem Sektkelch in der Hand an den Bankomaten Schlange standen - Bessereuros! Aber sie ist doch nicht verschwunden.

Gut konservierte D-Mark fanden wir in der Republik Prizrenien, die sich 2006 vom Kosovo abgespalten hatte, als ihre 5000 Einwohner bemerkten, dass sie eigentlich türkischer Herkunft sind. Joschka Fischer hatte sich bekanntlich für eine PFor stark gemacht, wofür er dann ja auf dem Sonderparteitag der Grünen von der Gruppe "Fundis für den Frieden" mit Beuteln voller Ketchup beworfen wurde. Die Prizrenier aber dankten es ihm, indem sie die seinerzeit aus den Beständen der KFor gestohlenen, nicht rechtzeitig umgetauschten 50-Pfennig-Stücke umprägten. Den ersten direkt gewählten Präsidenten Europas, Fischer, bildeten sie darauf vor seinen Turnschuhen knieend ab, zum Text: Unser langer Lauf zum Ziel.

Und im Finanzamt Waiblingen-Nord, wo Amtsleiter Hans-Harald Main-Pfennigle schon 2002 beschieden hatte, dass die vom damaligen Finanzminister Hans Eichel bei der Konvertierung angeordnete Abrundung zugunsten der Steuerzahler einem geldwerten Vorteil gleichkäme. Worauf Main-Pfennigle sämtliche Rückzahlungen aussetzte, aber zugleich einen großen Bestand an D-Mark einlagerte, um der für das Jahr 2039 erwarteten Entscheidung des Bundesfinanzgerichts gegebenenfalls Folge leisten zu können. Wahrlich:

D-Mark non abscedet. M.S.