Meet the people auf Jamaika

Auf der Karibikinsel Jamaika hat diese Art der Kontakthilfe bereits eine langjährige Tradition. Mit dem kostenlosen Meet the people-Projekt übernimmt hier das Fremdenverkehrsamt die Funktion des "Kupplers": Bei organisierter gemeinsamer Freizeitgestaltung schließen Touristen Bekanntschaft mit Jamaikanern. Neben multikulturellen Beach-Partys stehen auch Einladungen zu Lunch und Tee, Kirchgang, der Besuch eines Kricket-Spiels, Ausflüge oder Vogelbeobachtung auf dem touristischen Stundenplan - alles in Begleitung einer einheimischen Familie. Die individuellen Programme werden mit dem Urlauber beim lokalen Touristenbüro abgestimmt, je nach Interesse, Neigung und Sympathie beider Parteien.

Bereits seit 1967 besteht dieser Service des JTB (Jamaican Tourist Board). "Wir haben festgestellt, dass Besucher meistens lediglich die touristischen Attraktionen des Landes sehen, ohne einen einzigen Einheimischen wirklich kennengelernt zu haben", sagt Hyacinth Forde, Meet the People- Koordinator in Montego Bay. Das kostenlose Programm funktioniert, weil etwa 500 Jamaikaner ehrenamtlich und unentgeltlich daran teilnehmen - es sind Menschen ganz unterschiedlicher Interessen und Lebensstile. "Viele Urlauber", so Forde "empfinden die Begegnungen des Projektes als Höhepunkt ihres Jamaikaaufenthaltes - denn hier wird niemand bezahlt, um freundlich zu sein.".

Bei Interesse kann bereits vor der Reise über das Fremdenverkehrsamt Kontakt mit den jamaikanischen Teilnehmern am Programm aufgenommen werden. Wer es spontaner mag, meldet sich direkt bei den örtlichen Tourist Boards, die in allen größeren Touristenorten vertreten sind.

Host families Association in Russland

Eher aus einer Not heraus geboren, ist das Kennenlernen in Russland mittlerweile ein angenehmes Muss für viele Individualtouristen. Obwohl sich in den letzten Jahren einiges in Russlands Hotellandschaft verändert hat, fehlen immer noch solide Unterkünfte der mittleren Preisklasse. Als Individualtourist muss man leider mit besonders hohen Hotelpreisen rechnen.

Die einzig erschwingliche Lösung sind Privatunterkünfte. Diese teilen der CVJM (s.u. FRISCH VOM MARKT) sowie der Hofa-Dienst (Host Families Association) zu. Die Host-Families Association vermittelt dem Reisenden nicht nur in Russland, sondern in allen großen Städten der ehemaligen Sowjetunion ausgewählte Gastfamilien. Dabei werden Gast und Gastgeber sorgfältig füreinander ausgewählt: Raucher kommen zu Rauchern, Opernliebhaber in eine Musikerfamilie und der Kinderhasser vielleicht eher in einen haustierreichen Haushalt.