Dass sie lustig, taff und sexy sind, die amerikanischen College-Girls, das wussten wir schon. Aber dass sie eine dunkle Seite haben und ein dämonisches Innenleben, das überrascht uns. Buffy sieht wie ein ganz normales, nettes Mädchen aus, mit Boyfriend, Blondhaar und sportlichem Ehrgeiz - aber hinter der Fassade steckt mehr: eine mit übernatürlichen Kräften ausgestattete Jägerin, die nachts auf Friedhöfen Vampire außer Gefecht setzt. Auch ihr Freundeskreis ist nicht so harmlos, wie er scheint: All die Youngsters haben übersinnliche Fähigkeiten und sind - mit Schlachtruf Was geht ab? - immer auf Patrouille, um die Vereinigten Staaten oder wenigstens Sunnydale, wo die Serie spielt, von bösen Geistern und Blutsaugern zu säubern. Nun gut, der Reinlichkeitstick der Amerikaner ist notorisch

es wurde Zeit, dass auch im Bereich der Soaps mal ein satirischer Gegenschlag erfolgte. Aber es bleibt nicht bei einer Verulkung des Freund-Feind-Denkens.

Auch das weihevolle Theater der Mystery-Formate, das sich immer so bedeutungsschwanger gibt, kriegt bei Buffy sein Fett weg, es wird nicht nur recycelt und ausgebeutet, sondern gekonnt veralbert. Graf Pfähle mich!

Dracula ist der gute alte Drac, und ein Jäger-Neuling fragt keck: Ob er Frankenstein kennt? Buffy spielt im Jugendlichenmilieu und ist für Leute über 16 kaum verträglich. Im Programm folgt übrigens gleich darauf Angel, die Serie über einen Vampir, der zu den Guten gehört. Was erhellt, dass auch das Schwarzweißdenken der amerikanischen Fernseh-Soaps sich allmählich überlebt.

Buffy läuft auf Pro 7 mittwochs um 20.15 Uhr