Pisa hat gezeigt, dass es Probleme bei der Lösung realitätsnaher Aufgaben gibt. "Das große Geldrätsel" demonstriert, dass es wohl auch Probleme gibt, realitätsnahe Aufgaben zu stellen.

Betrachtet man die Aufgabenstellung realitätsnah, so arbeiten Anne und Barbara in einem Verlag derselben Volkswirtschaft, unterliegen also beide derselben Steigerung der Lebenshaltungskosten. In diesem Fall ist natürlich Barbara die Zufriedenere, im Gegensatz zum Lösungsvorschlag der ZEIT. (Es sei denn, Anne kann den fehlenden, schnöden Mammon durch die Lektüre erbauender Artikel aus der ZEIT ausgleichen, was wiederum sehr realitätsnah ist.)

Die von der ZEIT vorgeschlagene Lösung (Anne ist zufriedener als Barbara) ist aber nur möglich, wenn Anne und Barbara in verschiedenen Volkswirtschaften arbeiten. Dann könnte es aber immer noch sein, dass Barbara zufriedener ist, weil ihre Volkswirtschaft bei der Pisa-Studie besser abgeschnitten hat.

Dietmar Kroener Ettenheim