Herzlichen Glückwunsch zu der treffenden Analyse von Nina Grunenberg!

Schade nur, dass der Artikel erst jetzt erscheint, wo die Wahl gegen Angela Merkel gefallen ist. In den Monaten davor waren in der ZEIT nur all die Argumente der Männer gegen sie zu lesen, die Frau Grunenberg aufzählt: ihre angebliche Konzeptlosigkeit, ihr Machtbewusstsein, das anders als bei Stoiber oder Schröder zu einer negativen Charaktereigenschaft mutierte, ihre angebliche Durchsetzungsschwäche und so weiter. Damit reihte sich die ZEIT leider in die Riege der "machoorientierten Medien" ein. Es bleibt zu hoffen, dass künftig politisch ambitionierte Frauen bei Ihnen fairer behandelt werden.

Dr. Vera Bücker, Gladbeck

Wenn die Damen der jetzigen Regierungsparteien vor drei Jahren in der Bundesversammlung anstelle des Altfunktionärs und Ministerpräsidenten a. D.

Johannes Rau die Wissenschaftlerin Dagmar Schipanski gewählt hätten, wäre jetzt eine respektable Dame Bundespräsidentin. Solange die von den männlichen Parteioberen geforderte Parteidisziplin höher steht als die weibliche Solidarität, wird der jetzige Zustand erhalten bleiben. Fazit: Nicht jammern, sondern handeln!

Hans-Joachim Dreyer, per E-Mail

Anne Marie Heiler war von 1949 bis 1953 als CDU-Frau Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie war selbstbewusst, leistete viel, war unbequem emanzipiert, und das auch noch mit Unterstützung ihres Mannes.