Falsch.

Zum Beispiel Boris S., dessen Privatsphäre wir hier durch die Abkürzung seines Familiennamens wahren wollen. Er ist einer von vielleicht fünfzig Menschen in Deutschland, die sich in diesem Jahr einen Aston Martin kaufen werden, und er ist kleinlich genug, sich auf einen Spezial-Deal einzulassen: Für einen Rabatt von fünf Prozent wird der Berliner Kaufmann in diesen Tagen einen Aston Martin DB7 Vantage in Empfang nehmen. Ein Testfahrzeug, das schon 2470 Kilometer runter hat - und für das Boris S. mit allen Extras wie Sportlenkrad, Golfschirm samt Halter und zwei gravierten Stahlplaketten (»handmade in the UK for Boris S.«) 128 102 Euro und 75 Cent anstatt des Listenpreises von 134 845 Euro bezahlen wird.

Es war Herrn S. die Ersparnis wert, dass ihm andere abnehmen, was Autofetischisten die »Entjungferung« nennen: die paar tausend Kilometer bis zur ersten Inspektion.

1054 Kilometer davon gehen auf das Konto des Testfahrers von der ZEIT .

Dass mit dem Händler eigentlich ein Limit von 300 Testkilometern vereinbart worden war, ist natürlich peinlich. Doch es muss erwähnt werden. Denn die 754 zu viel gefahrenen Kilometer beweisen: Wer einmal einen DB7 fährt, kann damit nicht mehr aufhören.

Allerdings: So schön es ist, einen Aston Martin zu fahren, die Vorstellung, ihn zu besitzen, ist eher belastend. Er ist zu teuer, um ihn einfach so auf der Straße zu parken. Bodenschwellen (wie man sie beispielsweise an der Ein- und Ausfahrt der ZDF-Tiefgarage in Berlin-Mitte findet) sollte man mit so einem Auto nur sehr, sehr vorsichtig überqueren. Das ist vielleicht auch bei anderen Sportwagen so. Doch im Gegensatz zu anderen teuren Autos wird mit dem Aston Martin nicht automatisch die Lizenz zum Angeben mitgeliefert. Denn er mag schnell und schön sein - doch er ist für die meisten Menschen nahezu bedeutungsleer. So ist es zum Beispiel möglich, dass einem auf dem Parkplatz eines McDonald's-Drive-in zwischen aufgemotzten Hondas die Frage gestellt wird: »Ist das ein Toyota?«

Nein.