Zuerst die gute Nachricht: Es scheint tatsächlich wirksame Methoden der Wasserenthärtung zu geben, die nur mit physikalischen Mitteln arbeiten und nicht mit chemischen Substanzen. Das Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe, das der jeder esoterischen Schieflage unverdächtigen Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches (DVGW) untersteht, hat bereits einer Hand voll Geräten bescheinigt, dass sie die Kalkablagerungen um mindestens 80 Prozent reduzieren. Allerdings handelte es sich dabei nicht um "Manschetten", die man nur äußerlich an die Wasserrohre anlegt. In allen wirksamen Apparaten wird das Wasser an unterschiedlichen stromführenden Elektroden vorbeigeführt.

Wie funktioniert diese Entkalkung? Ivo Wagner, der seit 1980 für die DVGW angebliche Wunder-Entkalker testet, erklärt das so: Die Maschinen sorgen dafür, dass sich im Wasser sehr kleine Kalkkristalle bilden, die dann mit weggespült werden. Dadurch wird die unerwünschte Kristallisierung des Kalks an den Rohrwänden verringert.

Die schlechte Nachricht: Die weitaus meisten Magnetfeld-Entkalker, die es auf dem Markt gibt, bewirken überhaupt nichts. Und auch die wirksamen Apparate sind völlig überteuert. Die Stiftung Warentest zog nach einer Untersuchung, bei der 10 von 13 Wasserbehandlern das Prädikat "mangelhaft" erhielten, das Fazit: "In der Werbung als Kalkkiller angetreten, im Test als Blindgänger entlarvt." Christoph Drösser

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