Gregor Gysi hat geerbt - senatsgeführte Betriebe, die unter der Herrschaft der vormals von CDU und SPD gestellten Regierung zu milliardenschweren Sanierungsfällen mutierten: Neben der chronisch kranken Bankgesellschaft macht der rot-roten Landesregierung vor allem ihr orientierungslose Wasserwerk zu schaffen. Nun will der hauptstädtische Wirtschaftssenator mit dem PDS-Parteibuch ausmisten: Sämtliche Strukturen stünden auf dem Prüfstand, verspricht Gysi vollmundig.

Erste Anzeichen sprechen allerdings dagegen. Mit einer Risikoübernahme von knapp 22 Milliarden Euro schob der Senat kürzlich den Konkurs der landeseigenen Bankgesellschaft ein weiteres Mal hinaus. Derweil drohen die Berliner Wasserbetriebe (BWB) weitere Milliardenlöcher in den hauptstädtischen Haushalt zu reißen.

Halbherzig teilprivatisiert, müssen die Wasserwerke seit Jahren beinahe planmäßig defizitäre Töchter und ein aufgeblähtes Management finanzieren.

Beispielsweise pumpen die Berliner einen Teil der hauptstädtischen Wassergelder in die Lausitz. Dort produziert der Müllverwerter SVZ Schwarze Pumpe, eine hundertprozentige BWB-Tochter, täglich fünfstellige Verluste.

Seit sieben Jahren zahlt die Recyclingfabrik für ihre Rohstoffe mehr, als sie beim besten Willen für ihre Produkte erlösen kann.

Konkurs ausgeschlossen

Doch trotz der faktischen Pleite kann die Schwarze Pumpe nicht Konkurs anmelden