In dieser vorletzten Runde unseres Spiels werde ich zwei der drei noch Überzähligen aussortieren. Einer von ihnen ist Mehmet Scholl. Durch seinen Verzicht auf die WM und den angekündigten Rückzug aus der Nationalmannschaft hat sich Scholl gewissermaßen selbst gestrichen. Wie wohl alle Fußballfans in Deutschland bedaure ich diesen Schritt, respektiere ihn aber. Ein Spieler wie Scholl weiß die Signale seines Körpers zu deuten. Dass wir ahnen, wie gern er die Chance, zu seiner ersten Weltmeisterschaft zu fahren, genutzt hätte, macht die Absage noch überzeugender. Der zweite Spieler, der nicht mehr in meinem Aufgebot bleibt, ist Gerald Asamoah. Ein robuster, vielfältig einsetzbarer Profi. Er war jedoch, über die Dauer der Saison, zu wenig torgefährlich. Auf seiner Position auf der rechten Seite hat er erhebliche Konkurrenz in Torsten Frings, Marko Rehmer und Bernd Schneider. Asamoah, wie viele, die jetzt zum Schluss nicht mehr in meinem Aufgebot sind, wird im Jahre 2006 zu Recht seine Chance im WM-Kader erhalten.

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