Ich verstehe die bedrückenden Träume von Herrn Spiegel und die verzweifelten "Warums", die daraus resultieren. Es sind wohl von niemandem schlüssig zu beantwortende Fragen. Allerdings möchte ich im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten einige "Warums" anfügen: Warum hat die Regierung eines Volkes, das so viel Leid erfahren hat und um sein Überleben, seine Heimstatt kämpfen musste, offensichtlich kein Verständnis für sehr ähnliche Ängste und Wünsche eines anderen Volkes?

Warum verfolgt sie eine Siedlungspolitik, die so, wie sie betrieben wird, völlig inakzeptabel ist?

Warum hört sie nicht auf die immer zahlreicher werdenden Stimmen im eigenen Land und in der Welt, die Frieden fordern und nicht Vergeltung?

Warum riskiert sie es, das Mitgefühl für die Leiden der Juden, die Beschämung in den Nachfolgegenerationen der Täter und alle Sympathien zu verspielen?

Peter Kania Markdorf