Im Rahmen des katholischen Religionsunterrichts der Klasse 11 eines Duisburger Gymnasiums wurden wir von unserer Lehrerin beauftragt, uns kritisch zu Ihrem Text zu äußern. Wir sind uns einig geworden, dass das Lesen der Bibel das Kulturverständnis stark erweitert. Allerdings finden wir, dass es ausreicht, die für das Leben entscheidenden Bibelstellen zu interpretieren, ohne jede einzelne Geschichte zu lesen - erst recht, wenn man kein Christ ist. Außerdem möchten wir bemerken, dass es auch möglich und sogar gut sein kann, ohne Bibelkenntnisse in den Bereichen Kunst, Politik, Literatur, Musik eigene Gedanken zu entwickeln. Wir halten es durchaus für wichtig, Shakespeare, Goethe und so weiter zu lesen.

Dennis Zachcial, Andreas Sonntag Michael Szyszka

Gerade für junge Leute ist es schwer, die Bibel zu lesen. Hätten wir zum Beispiel anstatt Religion das Fach Philosophie belegt, wären wir weder mit Ihrem Artikel noch mit der Bibel selbst in Kontakt gekommen. Ein weiteres Problem besteht in der Unattraktivität des Buches, obwohl der Inhalt attraktiv erscheint. Wir Schüler bezeichnen große Bücher wie die Bibel als "Wälzer", den wir nicht lesen würden. Und dann das zeitliche Problem: Neben Schule, Hausarbeiten, Vereinen und sonstigen Aktivitäten bleibt wenig bis gar keine Zeit für die Bibel.

Norbert Zucht, Alexej Burghard Philipp Eisenblätter

Wir finden, dass die Bibel immer mehr an Bedeutung verliert. Man kann es daran belegen, dass sich besonders die junge Generation immer mehr mit der Wissenschaft beschäftigt. Die Wissenschaft gibt den heutigen Menschen auf Existenzfragen eine glaubhaftere Antwort als die Bibel. Außerdem wird man durch wissenschaftliches Denken in der Gesellschaft mehr anerkannt, als strenggläubigere Menschen, die häufig als altmodisch abgestempelt werden.

Dennoch sollten jedem die wichtigsten Geschichten und Kernaussagen bekannt sein, da man mit ihnen im alltäglichen Leben konfrontiert wird. Denn warum sonst wird Weihnachten oder Ostern gefeiert? Trotz des Bedeutungsverlustes der Bibel ist es traurig, dass von vielen Leuten diese Fragen nicht mehr beantwortet werden können.

Katharina Brune, Katja Heimfahrth Annabell Sander, Linda Widera