Wir müssen uns den Schriftsteller als einsamen Menschen vorstellen: Seine außerordentlichen Fähigkeiten sondern ihn vom Rest der Welt ab, seine schöpferische Fantasie erhebt ihn über die bloßen Talente. Die Geschichte des Geniegedankens - von Goethes Prometheus zu Nietzsches Übermenschen - lehrt vor allem Bewunderung, wo man doch auch fragen könnte, wie sich Prometheus eigentlich fühlt, ganz allein so weit oben, die Baumgrenze längst überschritten, das Gebirge der eigenen Großtaten erklettert, unter sich Felsen, über sich nur noch Zeus. Fühlt er sich frei? Oder hat er, vulgärpsychologisch gesprochen, auch Angst?
: Ich bin das Volk
Wenn Dichter von Nation reden, wollen sie einfach nicht allein sein