Die bleichen Berge heißen sie auch, die Felsbastionen und filigranen Spitzen der Dolomiten. So genannt nach ihrem hellen Gestein, über das Ende des 18. Jahrhunderts der französische Mineraloge Déodat Gratet de Dolomieu in einem Flussbett stolperte. Nach ihm hat der Gebirgszug, der durch Südtirol, das Trentino und die Provinz Belluno führt, seinen Namen. Nicht nur dies erfährt man in dem neuen Reiseführer Dolomiten (von Reinhard Kuntzke

DuMont extra, Köln 2002

96 S., 6,95 e). Ein Überblick über die wechselvolle Geschichte der Region, in der Kelten und Etruskern siedelten, die Kampfzone im Ersten Weltkrieg war, bildet die Einleitung. Rubriken wie Gut zu wissen und Essen & Trinken führen weiter zum alphabetisch nach Orten sortierten Serviceteil. Dort hat der Autor Tipps zu Pensionen, Wanderstrecken und Restaurants zusammengestellt - von Alleghe bis Zolto Alto, garniert mit Straßenkarten und vielen Fotos. Rassige downhill-Strecken und ruhige Routen für Tourenradler werden beschrieben, die besten Loipen ebenso wie eine Autowanderung auf den Spuren des berühmten Minnesängers Oswald von Wolkenstein. Und das Praktischste zum Schluss: eine große Faltkarte zum Herausnehmen, die zu den Koordinaten im Buch passt.