"Sokrates flankt - Eine kleine Philosophiegeschichte des Fußballs" von Stephan Geiger

"Beginnen wir also mit den ersten Anfängen, dem, wie jeder erfahrene Denksportler weiß, unentbehrlichen, philosophischen Warmlaufen, der ungeliebten Ausarbeitung der elementaren, physischen Grundlagen." – Nicht mehr und nicht weniger als eine philosophische Geschichte des Fußballs liefert uns Stephan Geiger mit seinem 2002 erschienenen Buch "Sokrates flankt".

Regt der Einstieg bereits zum Schmunzeln an, so verbleibt während der gesamten Lektüre ein unbezwingbares Grinsen auf dem Gesicht des Lesers, denn ohne Zweifel versteht es Geiger, sein umfangreiches philosophisches Wissen spielerisch auf eine Geschichte des Fußballs zu übertragen. Das mündet beispielsweise in Überschriften wie "Zweifel am tradierten Spielsystem" oder "Von Angriffswellen und der Relativität des Ruhms". Aufklärer Descartes – "Ich bin zweifelnd, also bin ich Trainer" – steht bei Geiger allein auf dem Platz, denn "mit welchem Recht konnte er sich darauf verlassen, dass überhaupt irgendein guter Spieler existierte?"

"Sokrates flankt" erinnert vom Ansatz her ein wenig an "Sophies Welt". Der humorvolle Stil Geigers jedoch verleiht dem Buch seinen ganz eigenen Charakter. Eine angenehme Lektüre für die Zeit zwischen den Spielen. Corinna Kühn

» Parerga-Verlag , 2002

"Dumm kickt gut!" von Guido Schröter

Heute ist Samstag. Zwei Fußballfans sitzen fasziniert vorm Fernseher mit Zigarette im Mund und Bierdose in der Hand. Hinter ihnen über dem Sofa hängt ein FC-St-Pauli-Poster. "Meine Freundin hat gesagt, wenn ich morgen wieder mit zum Auswärtsspiel fahre, verlässt sie mich!", stöhnt der eine. "Das ist ja scheisse!", antwortet sein Freund voller viriler Solidarität. "Stimmt, sagt der erste, sie wird mir fehlen."