Am Samstag geht's los. Die Tour de France startet - im radsportbegeisterten Luxemburg. Denn es war schließlich Charly Gaul, der 1958 den größten sportlichen Erfolg für den Kleinstaat errang, den es je gab: Der Engel der Berge siegte bei der Tour de France. Also feiert die Haupstadt vom 6. bis zum 8. Juli, bevor der Tourtross in Richtung Saarbrücken weiterzieht, rund um den so genannten Prolog ein furioses Spektakel. Désirée Nosbusch moderiert

die Scorpions geben zwei Konzerte, eins davon gemeinsam mit dem Luxemburger Philharmonischen Orchester

die Menschen sollen bis spät in die Nacht feiern und tanzen zu Sambamusik und Rockrhythmen.

Bei all dem Rummel um das weltgrößte Radrennen wird für den Fahrradtourismus allerdings nur am Rande geworben. Und das, obwohl in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen die Landschaft Luxemburgs mit dem Rad erkunden. Und das aus gutem Grund: Das Netz autofreier und beschilderter Radwege macht mittlerweile mehr als 500 Kilometer aus. Angepeilt ist sogar eine Gesamtlänge von nahezu 1000 Kilometern.

Die Radwege führen kreuz und quer durch das kleine Land

Radfahrer können so die vielfältige Landschaft auf einzigartige Weise kennenlernen: von den schroffen Canyons des Erzabbaus im Süden bis zu den bewaldeten Kuppen der Ardennen im Norden. Teilweise führen die Pisten über die Trassen und durch die Tunnels früherer Schmalspurbahnen. Kleine Bahnhöfe wurden dort zu gemütlichen Gaststätten umgewandelt, in die nicht nur Tourenfahrer einkehren.

Natürlich lassen sich auch Routen abkürzen oder verschiedene Wegstrecken miteinander verbinden: Das ermöglicht der Fahrradtransport, den die nationale Eisenbahngesellschaft sowie die Mosel-Ausflugsschiffe anbieten.