Hans Arp

Rosen schreiten auf Straßen aus Porzellan.

am rande des märchens strickt die nacht sich rosen. der knäuel der störche früchte pharaonen harfen löst sich.

der tod trägt seinen klappernden strauß unter der wurzel des leeren.

die störche klappern auf den schornsteinen. die nacht ist ein ausgestopftes märchen.

die rosen schreiten auf straßen aus porzellan und stricken sich aus dem knäuel ihrer jahre einen stern um den anderen. zwischen den sternen schläft eine frucht. die leeren länder ausgestopften jahre lachenden koffer tanzen.

die störche fressen pharaonen. aus den schornsteinen wachsen rosen.

der tod frißt ein jahr um das andere. die pharaonen fressen störche.

Hans Arp

zwischen früchten schläft ein stern. manchmal lacht er leise im schlaf wie eine porzellanene harfe. die klappernden märchen strickenden straßen packenden störche tanzen.

die wachsenden schornsteine fressenden harfen porzellanenen sträuße tanzen.

die wurzeln der pharaonen sind aus rosen. die störche packen ihre schornsteine in ihre koffer und ziehen in das land der pharaonen.

Sankt Ziegenzack springt aus dem Ei.

Rumsdibums das Gigerltum.

Vergißmeinnicht rollt um den Stuhl.

Glocke schlägt nur Eins und Zwei.

Hans Arp

Abgrund öffnet sich mit Macht.

Stern rollt an den schönen Mund.

Hase hängt betaut am Berg.

In dem Stein ist schwarze Nacht.

Sankt Faßanbaß springt aus dem Ei.

Rumsdibums die Liegenschaft.

Vergißmeinnicht rollt um den Stuhl.

Hans Arp

Glocke schlägt nur Eins und Zwei.

Hans Arp: ich bin in der natur geboren, Ausgewählte Gedichte, Hrsg. v. Hans Bolliger u. a. (c) 1986, 2002 by Arche Verlag, Zürich/Hamburg 137 S., 14,90 e