Mario Kramp: Heinrich Heines Kölner Dom. Die "armen Schelme vom Domverein" im Pariser Exil 1842-1848

Deutscher Kunstverlag, München 2002

134 S., Abb., 12,- e

Chapeau!, wie es der Otto-Gebühr-Fraktion gelungen ist, die wackere Hohenzollernkaserne in Berlins Innenstadt ("das Schloss") zu einem kunsthistorisch einzigartigen Wahrzeichen der "deutschen Einheit" zu verklären. Ein originales Monument der Reichseinigung im 19. Jahrhundert dagegen war der Kölner Dom. Bei seiner Vollendung mitzuhelfen war jedes ächten Deutschen Pflicht. Selbst im französischen Exil warben liberale und demokratische Dombau-Enthusiasten, darunter Heinrich Heine, für ihre Idee.

Doch bald schon gab es Streit, einen Streit, der, wie Mario Kramp in diesem brillanten Büchlein anhand vieler unbekannter Quellen zeigt, nicht nur das ganze Elend des deutschen Nationalismus der frühen Jahre spiegelt, sondern auch - höchst aktuell - deutlich macht, wie "Gotik und Modernisierung" zusammenhängen.

Eckhard Wallmann: Heinrich Heine auf Helgoland - Briefe, Berichte und Bilder

Selbstverlag (Pastorat Sankt Nicolai, Schulweg 648, 27498 Helgoland, Tel.