ZEIT-Grafik
Quelle: BMW

Gerade mal zwei Jahre ist es her, da steckte die BMW Group, wie sich die Münchner Autobauer seit Ende der neunziger Jahre nennen, noch tief im Schlamassel: Doch seit der Trennung vom Verlustbringer Rover verändern sich die Zahlen nur noch in eine Richtung: aufwärts. Joachim Milberg, der im Februar 1999 den Vorstandsvorsitz von Bernd Pischetsrieder übernahm, setzte nach dem Abschied von der Massenmarke Rover ausschließlich auf so genannte Premiummarken. Neben BMW zählen dazu die beiden englischen Marken Mini und - von 2003 an - Rolls-Royce.

Zur Strategie gehört der Ausbau der Kernmarke BMW nach unten durch einen 1er-BMW (2004), der gegen VW Golf und Audi A3 antreten soll, sowie die Ergänzung durch zahlreiche Nischenmodelle, also Geländewagen, Cabrios, Coupés. Für das Jahr 2001 konnte Milberg "das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte" präsentieren: Mehr als 900 000 verkaufte Autos, 38,5 Milliarden Euro Umsatz (plus 3,3 Prozent), fast 1,9 Millarden Euro Jahresüberschuss (plus 54,3Prozent). Die Umsatzrendite lag bei 8,8 Prozent. Da können nur noch Porsche und Toyota mithalten. Ein idealer Abgang für Milberg, der den Vorstandsvorsitz in diesem Frühjahr an den bisherigen Finanzvorstand Helmut Panke übergab.

Im ersten Halbjahr 2002 konnte die BMW Group gegen den Branchentrend nochmals zulegen: Mit exakt 543 742 Fahrzeugen wurden - insbesondere dank des neuen Mini - 18 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr. Der frisch inthronisierte BMW-Chef Panke versprach jetzt, schon im laufenden Jahr Umsatz und Ertrag zu erhöhen. Ob die bayerische Erfolgsstory auch danach so weitergeht, hängt nicht zuletzt von der Akzeptanz der neuen Designphilosophie beim Publikum ab.