In einem Vergewaltigungsfall, der in den Medien für Schlagzeilen sorgte, kommt es zum Prozess. Am Tatort waren DNA-Spuren des Täters gefunden worden, und bei einem genetischen Massentest ist den Strafverfolgern ein Verdächtiger ins Netz gegangen, dessen "genetischer Fingerabdruck" mit dem am Tatort gefundenen übereinstimmt. Es gibt ansonsten keine verwertbaren Zeugen und Indizien - theoretisch kommen zehn Millionen Männer als Täter infrage. Der Inhaber des genetischen Labors wird als Gutachter vor Gericht geladen und erklärt den Richtern und Geschworenen, wie präzise der von ihm verwendete Test ist:

"Die DNA eines beliebig aus der Bevölkerung herausgegriffenen Mannes hat nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,0001 Prozent der Fälle dasselbe Profil wie das, welches am Tatort gefunden wurde. Und unser Test würde diese Übereinstimmung praktisch mit Sicherheit zeigen. Umgekehrt irrt sich der Test nur in 0,001 Prozent der Fälle und zeigt eine Übereinstimmung an, wenn das Profil eigentlich verschieden ist."

Sie sind Geschworener in diesem Prozess und sollen nun die folgenden drei Fragen beantworten:

1. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Angeklagte dasselbe DNA-Profil hat wie die gefundene Spur?

2. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die gefundene DNA tatsächlich vom Angeklagten stammt?

3. Wie lautet Ihr Urteil: schuldig oder nicht?

Auflösung: