Wie kann es sein, dass der Essayist, Kritiker und Kulturtheoretiker Robert Warshow keinen Ruhm genießt, während ein Scharlatan wie Slavoj Zizek in aller Welt gefeiert wird? Wie ist es bloß möglich, dass die Sekundärliteratur über Walter Benjamin Bibliotheken füllt, während es 40 Jahre gedauert hat, bis Warshows schmales Werk - er starb 1955 mit nur 37 Jahren - wieder zugänglich gemacht wurde? Warum bloß plagt man sich seit Jahrzehnten mit dem Erbe von Adornos Denunziation der Populärkultur herum, wenn es doch einen Zeitgenossen der Dialektik der Aufklärung gab, der als Kulturkritiker geradezu traumwandlerisch alles richtig machte, was die Kritische Theorie so folgenreich falsch machte?