An der ZEIT-Wahl$treet wird seit Juni wieder lebhaft gehandelt. Bis zur Bundestagswahl am 22. September wird die ZEIT jede Woche die Prognosen der ersten öffentlichen Politik-Börse Deutschlands publizieren. Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren erwies sich die Vorhersage der Wahl$treet als äußerst präzise - nur die Meinungsforscher des Allensbach-Instituts lagen noch näher am amtlichen Endergebnis.

Auch in diesem Wahlkampf können Sie im Internet wieder mit fiktiven Parteiaktien handeln. Sie kaufen und verkaufen dabei zwar nur virtuelle Parteipapiere, setzen dafür aber harte und reale Währung ein: Teilnehmen kann jeder, der für mindestens 5 und höchstens 50 Euro ein Depot eröffnet. Politisches Beurteilungsvermögen ist beim Handeln Trumpf; eigene politische Vorlieben sind dagegen dem erfolgreichen Spekulieren eher abträglich. Auf den Wahltag folgt die Ausschüttung. Jede Aktie ist dann in der Spielwährung Wahlcent so viel wert, wie das Ergebnis der jeweiligen Partei in Prozent lautet. Also zum Beispiel: 37 Wahlcent für 37 Prozent.

Warum liefern Politik-Börsen so zuverlässige Voraussagen? Händler entwickeln ein gutes Gespür für die politische Stimmung in ihrer Umgebung. Schließlich geht es um ihr eigenes Geld. Daher ergibt die Summe ihrer Einzeleinschätzungen eine genaue Prognose des Wahlergebnisses. Die wissenschaftliche Grundlage dafür lieferte der österreichische Nobelpreisträger Friedrich von Hayek. Seine These: Preise sind Indikatoren verteilter Informationen.

Zur Bundestagswahl 2002 richtet die ZEIT die Wahl$treet gemeinsam mit dem Berliner Tagesspiegel, dem Handelsblatt und den Ecce Terram Internet Services aus. Weitere Informationen zu Anmeldung und Teilnahmebescheinigung finden Sie im Internet: zeit.wahlstreet.de