Bäume als Lebenszeichen Sie spendeten Schatten, gaben Schutz bei Sturm und gehörten jahrzehntelang zum Bild der nordfriesischen Insel Sylt. Dann kam der Ulmensplintkäfer und brachte einen tödlichen Pilz. Die Ulmen vertrockneten am Wegesrand und mussten - wie andernorts auch - gefällt werden. Um das Holz einem sinnvollen Kreislauf zuzuführen, organisieren drei Sylter nun schon zum dritten Mal die Keitumer Skulpturtage. 15 Bildhauer werden vom 30. August an zehn Tage lang das Ulmenholz bearbeiten, Thema: Bäume als Lebenszeichen, und aus den schroffen Stämmen Skulpturen gestalten.

Besucher können den Künstlern bei der Arbeit mit Kettensäge, Raspel und Beitel zuschauen und verfolgen, wie das Holz Form annimmt. Gearbeitet wird unter freiem Himmel unweit des Wattenmeers am Keitumer Kliff. Am 8. September um 15 Uhr versteigert dann der Keitumer Pastor die Kunstwerke, die in den vergangenen Jahren manchmal mehrere tausend Mark erzielten. Während der Skulpturtage stellen einige der Bildhauer ihre Werke in den Galerien der Insel aus. Gesine Rothmunds Gebückte Frau (Foto) ist jeden Tag zu sehen - sie steht heute im Keitumer Schwimmbad.

Keitumer Skulpturtage: 30.8. bis 8.9., täglich 9-13 und 14-18 Uhr. Auskunft: Tel. 04651/89 02 58