Der Rekrut, der im März 1916 zum Landsturm eingezogen wurde, war 1,65 Meter groß und wog 68 Kilo. Stiefellänge: 29,5 Zentimeter. Gestalt: untersetzt.

Haar: braun. Bart: keiner. Als besonderes Kennzeichen vermerkte der Personalbogen: Am Rücken ein kleines Muttermal.

Er war ein Sonntagskind und wuchs als jüngstes von sechs Geschwistern auf.

Sein Vater war ein ungelernter Fabrikarbeiter. Die Familie wohnte in einer Arbeitersiedlung, die aus heutiger Sicht eine der fortschrittlichsten Deutschlands war. Es gab 19 Häuser mit 345 Wohnungen, die mit durchlaufenden Balustraden verbunden waren. Eine Kirche, eine Schule, ein Backhaus und ein Gasthaus gehörten zu dem Werksgelände. Das soziale Netz war eng geknüpft - eine dörfliche Umgebung, eine Industrieidylle mit eigenem Polizisten und Werksladen.

Als er in die Schule kam, waren die Vorschriften streng. Es hieß: Die Schüler haben pünktlich zur bestimmten Zeit, an Körper und Kleidung reinlich und anständig und mit den erforderlichen Schulsachen versehen, in dem Schulzimmer zu erscheinen, sich sofort an ihre Plätze zu setzen, dieselben nicht mehr zu verlassen und alles zum Unterricht Nötige in Bereitschaft zu halten ... Während des Unterrichts sollen die Schüler still, ruhig, in gerader und anständiger Haltung auf ihren Plätzen sitzen, die Hände auf den Tisch legen und die Füße ruhig auf dem Boden halten. Alles, was den Unterricht hemmt oder stört, wie Essen, Spielen, Scharren oder Stampfen mit den Füßen, Schwatzen, Lachen und eigenmächtiges Verlassen des Platzes, ist untersagt.

Nachmittags konnten sich die Kinder im Wäldchen gegenüber der Haustür austoben. Bald durfte der Kleine auch bei den Größeren mitspielen. Er war ein kleines Energiebündel, das langsam, aber sicher zu den Besseren aufrückte.

Die Jungen sammelten und verkauften Altmaterial, wofür sie sich Tennisbälle kauften, für 20 Pfennig das Stück.