Peter Benders brillante Darstellung der Parallelen zwischen Großmachtpolitik der Antike und der unserer Tage ist frappierend: dort die unbedarft kraftstrotzende Supermacht und hier die nachdenklichen Zauderer, die keine gemeinsame Position finden können. Leicht verblasst Vernunft vor Machtgebärden.

Offen bleibt der Ausgang. Erst als die römische Republik ihre eigenen Werte aufgegeben hatte, wurde das allmächtige Imperium verwundbar, letztlich zerschlagen von barbarischen "Schurkenstaaten". Meine Frage an den Historiker: Stehen Sie zu der These, dass Geschichte sich nicht wiederholt?

Wenn ja, hätten wir noch einmal Glück gehabt.

Klaus Seifert Düsseldorf