zeit: Sie haben am Hochschuldidaktischen Zentrum der Universität Dortmund ein Trainingsprogramm für unerfahrene Lehrende entwickelt. Was ist das Ziel?

Dany: Das dreitägige Schulungsprogramm heißt Start in die Lehre. In Workshops bekommen die Neulinge, die aus allen möglichen Fachbereichen kommen, ein Rüstzeug mit auf den Weg. Sie lernen, wie man ein Semester strukturiert, ein Seminar plant oder eine Vorlesung hält und wie sie Studierende motivieren können.

zeit: Warum tun sich die Neulinge mit der Rolle des Lehrenden schwer?

Dany: Weil sie neu für sie ist. Ein Semester zuvor waren viele unserer Kursteilnehmer selbst noch Studenten. Sie tun sich schwer damit, plötzlich die Leistungen anderer, womöglich ehemaliger Kommilitonen, beurteilen zu müssen, Führungsqualitäten an den Tag zu legen und Verantwortung zu übernehmen. Um sie mit den Rollenunterschieden vertraut zu machen, bieten wir in einem der Workshops Rollenspiele an.

zeit: Nehmen ausschließlich Anfänger an dem Training teil?

Dany: Es kommen auch Dozentinnen oder Assistenten, die schon zwei, drei Jahre im Geschäft sind, zu uns. Aber auch erfahrene Professoren, die neu an der Dortmunder Uni sind.

zeit: Werden denn die Anfangsschwierigkeiten in der Lehre im Kollegenkreis offen thematisiert?