die zeit: Gratuliere zu Ihrem Job! Damit hatten Sie wohl nicht gerechnet?

Hansjörg Wagner: Nein, das war nicht geplant, dass ich ausgerechnet beim Arbeitsamt anfange zu arbeiten. Ich wusste nicht, was ich werden soll. Ich habe in den Semesterferien immer irgendetwas anderes ausprobiert. Mal habe ich im Heimatmuseum gearbeitet, mal beim Kulturamt, dann im Kreisarchiv, einmal beim Vermessungsamt, mal bei der Zeitung ...

zeit: Studiert haben Sie 20 Semester Empirische Kulturwissenschaften und Politik.

Wagner: Das hört sich lange an. Aber in der Zeit war ich auch zwei Semester in Bologna, und davor hab ich zwei Semester fast ausschließlich Italienisch studiert. Dann hatte ich noch zwei Urlaubssemester, um das Haus meiner Eltern zu bauen.

zeit: Wie kamen Sie dann zum Arbeitsamt?

Wagner: Ich wollte nur zur Berufsberatung, aber im Laufe des Gesprächs wurde mir der Job als Mitarbeiter im Hochschulteam angeboten.

zeit: Warum, glauben Sie, hat man Ihnen das Angebot gemacht?