Von Torgau nach Sarajevo.

Hunderte von Kindern mussten sterben, als der "Doktor" Radovan Karadzic, Arzt und Kinderpsychiater, mit seiner bosnisch-serbischen Artillerie auf das eingekesselte Sarajevo herabschießen ließ. Tausende Jungen und Mädchen verbrachten ihre Kindheit in den Kellern. Die Einwohner haben die Unterstützung, die ihnen Deutschland vor einem Jahrzehnt leistete, nicht vergessen. In dieser und der nächsten Woche sind 40 Kinder aus dem sächsischen Torgau und Oschatz zu Gast in der so geprüften Stadt und ihrer noch immer schönen Umgebung. Das bosnische Rote Kreuz vom Kanton Sarajevo hat die Kinder nach der Flutkatastrophe eingeladen, um zu helfen, zu danken und ein Zeichen der Normalisierung in Bosnien zu setzen. Es gibt schlechtere Nachrichten vom Balkan.

Ausgelitten.

Das Bezirksgericht in Lake City, US-Bundesstaat Florida, hat dem 55-jährigen Charles Haffey erlaubt, sich "I am who I am" (Ich bin der ich bin) zu nennen.

Die Namensänderung sorge nicht für unzulässige Verwirrung, befand Richter Vernon Douglas. Haffey, künftig: "der ich bin", hatte seinen Wunsch mit seelischen Verletzungen begründet, erlitten 1968 im Vietnamkrieg. "Ich war schwer verwundet an Geist und Seele. Ich habe mich selber umgebracht." Diese frühere Existenz wolle er nun in seinem Garten begraben. Im April hatte Douglas Haffeys Antrag abgelehnt, sich Gott zu nennen. Der Bezirksrichter sah Haffeys Sicherheit in Gefahr. Auf der Suche nach einem anderen Namen wurde Haffey im Buch Exodus fündig. Moses fragt Gott: "Was ist's um Deinen Namen?"

Gott antwortet: "Ich bin der ich bin." Schon Lara Fabian hatte vor zwei Jahren den Namen Gottes in ihrem Pop-Hit besungen: "I am who I am/What else could I be".

Ausgezeichnet.