Foto [M]: Jay Dickman/Matrix/Agentur Focus

Manchmal bestraft einen das Leben nicht, wenn man zu spät kommt. Die Deutschen haben Glück gehabt: Sie haben die ungewöhnlich lange Hausse am Aktienmarkt - die 1981 begann - fast verschlafen. Sie haben Lehrgeld gezahlt, aber nicht gleich die Sozialversicherungen demontiert, weil der Kapitalmarkt höhere Renditen verspricht. In Amerika hingegen verarmen die Rentner, die mit Aktien und Fonds für den Ruhestand vorsorgen wollten. Was bleibt, ist die Erkenntnis: Aktien sind Risikopapiere, die nicht für die Grundversorgung des Lebens taugen.

Und dennoch: Spätestens wenn hierzulande die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, wird die gesetzliche Alterssicherung allein nicht mehr ausreichen. Die private Vorsorge am Kapitalmarkt ist eine sinnvolle Ergänzung. Jeder Babyboomer kann die spätere Rente aufbessern, wenn ein Teil der Ersparnisse in Anleihen, Immobilien und sogar Aktien gesteckt wird. Auf die Mischung kommt es an. Man sollte sich nur vor der Illusion hüten, zweistellige Renditen einfahren zu können. Wer dann noch auf simple Produkte vertraut und die Marketinggags der Banken und Fondsindustrie ignoriert, hat viel gewonnen.

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