In der ZEIT vom 19. Dezember 2001 schrieb Sven Hillenkamp über Ulrich Beck.

Dem Soziologen wollte er beim Denken zuschauen, die Frage lautete: Welche Worte für den 11. September würde der Wissenschaftler finden, der zuvor mit der Risikogesellschaft und der Zweiten Moderne einschlägige Begriffe geprägt hatte? Bei der Begegnung im Dezember hatte Beck sein Buch Macht und Gegenmacht im globalen Zeitalter fast beendet (so wie sein Manuskript über Die Risikogesellschaft zum Zeitpunkt der Katastrophe von Tschernobyl). Jetzt ist das neue Buch erschienen - welche Worte also hat Beck gefunden? Die neuen Terrorgruppen bezeichnet er als Gewalt-NGOs. Die vor allem in den USA vertretene Ansicht, Staaten und Regierungen seien nötig für den Aufbau dieser Gruppen, zweifelt er an. Beck spricht von einer Individualisierung des Krieges. Jeder Bürger sei mittels Technik fähig zu Terroraktionen - und so könne auch jeder künftig in den Verdacht geraten, ein Terrorist zu sein.