Laut Krankenhausreport werden in manchen deutschen Kliniken Operationen so selten vorgenommen, dass dem Patienten Schaden droht. Von den 660 Krankenhäusern, die hierzulande Kniegelenke austauschen, führen nach Erkenntnis der Verfasser über 100 diesen Eingriff weniger als zehnmal pro Jahr durch. "Ich würde mein Knie da nicht operieren lassen", sagt Jürgen Klauber, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK und Mitherausgeber der jährlich erstellten Branchenanalyse. Gegenstand der jüngsten Untersuchung ist das neue Fallpauschalengesetz, dass Krankenhäusern bei der Behandlung Mindestmengen vorschreibt. Während sich die Kassen von den Pauschalen und der Spezialisierung mehr Wirtschaftlichkeit versprechen, sind kleinere Krankenhäuser und Lokalpolitiker vehement dagegen.