Manche Personalentscheidung steht noch aus, aber die Struktur des Superministeriums für Wirtschaft und Arbeit ist klar. Zuwachs an Kompetenz bekam der neue Hausherr Wolfgang Clement vor allem aus dem aufgelösten Ministerium für Arbeit und Sozialordnung. Das Kernstück dieses Erbes bildet künftig unter der Bezeichnung "Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Ausländerbeschäftigung" die in Bonn residierende Abteilung II. Durch die neuen Zuständigkeiten erhöht sich die Zahl der Abteilungen von acht auf künftig zwölf. Neu ist dabei der Aufbau einer Leitungs- und Planungsabteilung, die sich nicht zuletzt um ein einheitliches Erscheinungsbild des heterogenen Ministeriums kümmern soll. An ihrer Spitze amtiert seit Ende vergangener Woche Henry Cordes aus dem Kanzleramt. Ihm unterstehen zwei Unterabteilungen: das Ministerbüro mitsamt dem Kabinetts- und Parlamentsreferat sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Ein Kuriosum bildet die künftige Zentralabteilung (Abteilung Z). Sie ist in zwei Dienstbereiche aufgeteilt, einen für Bonn und einen für Berlin.

Wichtigste Unterabteilung: die Koordinierung der Bereiche Bonn und Berlin, wobei der Bonner Teil des Ministeriums neu organisiert werden soll.

Verantwortlich für die ehemalige Bundeshauptstadt ist Michael Müller, als Ministerialdirektor schon bisher an der Spitze der Abteilung Z des Wirtschaftsministeriums

den Dienstbereich Berlin verantwortet künftig Hardi Messing, bisher Referatsleiter unter Müller.