Wir müssen uns zum Lernen nicht zwingen. Das bestätigt uns die Hirnforschung. Das menschliche Gehirn besitzt eine fast unendliche Lernfähigkeit. Ähnlich wie beim Sex werden beim Lernen Botenstoffe im Gehirn ausgeschüttet, die das körpereigene Belohnungszentrum anregen. Die heutigen neurobiologischen Erkenntnisse untermauern damit allerdings nur das, was weitsichtige Pädagogen wie Hartmut von Hentig schon vor Jahren gesagt haben: Schüler müssen zum eigenen Problemlösen angeregt werden, sinnliche Erfahrungen bleiben länger im Gedächtnis als auswendig gelernte Fakten. Auch ist es wichtig, dass die Kinder schon im Vor- und Grundschulalter gefördert werden. Dennoch: So wie die einzelnen Gehirne der Menschen unterschiedlich sind, so ist auch das Lernverhalten sehr individuell. Für die Schule heisst das: Jeder Schüler soll individuell gefördert werden. Leider ist diese Erkenntnis dort noch nicht angekommen.

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