Gemischte Nachrichten gibt es für Mercedes-Markenchef Jürgen Hubbert. Die schlechte: Bei der viel beachteten Zuverlässigkeitsstudie von J. D. Power rutschte die Nobelmarke aus dem Hause DaimlerChrysler in den USA erstmals seit 1989 unter den Industriedurchschnitt. Den peinlichen Platz 16 - weit hinter allen Japanern, den US-Rivalen Cadillac und Lincoln sowie BMW und Porsche - verdanken die Stuttgarter vor allem ihrer in Alabama hergestellen M-Klasse. Der Geländewagen hatte, zumindest in den ersten Produktionsjahren, wohl eher amerikanische als die von den Käufern erwartete deutsche Qualität.

Befragt wurden nämlich ausschließlich Kunden, die ihren Wagen im Jahr 1998 gekauft hatten. Ein gemischtes Bild für Mercedes ergab auch die kürzlich vorgestellte erste J.D.-Power-Studie für zwei bis drei Jahre alte Autos in Deutschland, bei der einzelne Modellreihen (M-Klasse, V-Klasse) den Markendurchschnitt in der von den Fahrern "wahrgenommenen Qualität" versauten.

Die gute Nachricht: Im Rahmen der vom ADAC und dem Gelsenkirchener CAR-Institut durchgeführten Studie Automarxx wurden 5000 deutsche Autofahrer nach dem Markenimage gefragt. Sieger wurde Mercedes vor BMW und Audi.

Ausschlaggebend waren Spitzennoten bei Sicherheit und Qualität. Die Lehren aus diesen Befunden muss jetzt Martin Karr ziehen, seit Juli der neu eingeführte "Leiter Produktqualität" bei Mercedes.