Die bettelarme Unterwelt von Cleveland, versammelt im Randbezirk Collinwood, hat ihre eigenen Regeln. Da ist es wichtig, gleich zu Anfang in die komplexen Gangsterstrukturen und -termini eingeführt zu werden. Cosimo beispielsweise ist "das größte Arschloch von Collinwood". Als solches sitzt er gerade eine äußerst vermeidbare Gefängnisstrafe ab, als ihn der Tipp für den Einbruch seines Lebens erreicht. Ein todsicherer Coup - kurz: ein "Bellini" - wartet auf ihn, sobald er einen "Mullinski" für die Flucht gefunden hat, um in Freiheit jene "Krazmer-Wand" durchzustoßen, hinter welcher der Safe eines "Schmuck-Shylock" mit der "Lipschisky-Methode" zu knacken ist. Weil sich aber zu jedem Fachbegriff mindestens ein krimineller Halbtrottel gesellt, mündet der streng geheime Supercoup bald in eine Gemeinschaftsaktion. Jeder der überforderten Gangster um Cosimos Freundin Rosalind, den erfolglosen Boxer Pero und den alleinerziehenden Hehler Riley verströmt den süßen Duft des Scheiterns, und genau darum geht es in Anthony und Joe Russos Film Safecrackers. Das Versagen selbst ist der zentrale Running Gag dieses von Stephen Soderbergh und George Clooney produzierten Caper-Movie: Kein Witz zu alt, keine Panne zu peinlich, kein Einfall zu nahe liegend oder absurd, um nicht systematisch und bei vollem Bewusstsein in die nächste Slapstick-Katastrophe überführt zu werden. Hier muss am Ende selbst die Unterhose rutschen und William H. Macy gestehen: "Dieser Bellini sieht langsam aus wie ein Kapuchnik."