Uwe Saeger: Laokoons Traum. Roman

Merlin, Gifkendorf 2002

217 S., 19,40 e

Zwischen Götterdämmerung und Menschheitsdämmerung liegt für diesen Schriftsteller nicht einmal ein Tag. Uwe Saeger hat mit seiner erbarmungslosen Arbeit am Mythos stets versucht, den menschlichen Makel an der göttlichen Daseinsweise freizulegen: die Angst des Prometheus, den Zorn des Zeus, die Ohnmacht der Mächtigen und letztlich die Abhängigkeit der Schöpfer von ihren Geschöpfen. Ließ Saeger Mitte der neunziger Jahre den Adler des Prometheus seine Version der Ereignisse erzählen, so werden auch diesmal die randständigen, stummen Figuren zu Zeugen und Korrektoren des Überlieferten: Die Schlangen des Laokoon berichten von der aufhaltsamen Erschaffung der berühmtesten Marmorgruppe aller Zeiten, von den Todessehnsüchten der Kämpfenden und den lächerlichen Umständen ihrer Erlösung.

Uwe Saeger: Die schönen Dinge. Dreißig Gedichte

Merlin Verlag, Gifkendorf 2001

64 S., 15,30 e