Die unendliche Geschichte um das Dosenpfand ist ein Paradebeispiel dafür, wie Politik in Deutschland funktioniert. Hier geht es schon lange nicht mehr darum, einen Beitrag zu einer saubereren Umwelt zu leisten, sondern welche von zwei Lobbyisten-Gruppen der Gesellschaft ihren Stempel aufdrücken darf.

Nachdem die rot-grüne Bundesregierung bislang die Großindustrie begünstigt hat, sollen nun "als Ausgleich" die Umweltverbände bestimmen können, was für das Allgemeinwohl "gut" ist - ohne Rücksicht auf gesamtwirtschaftliche "Kollateral"-Schäden!

Rasmus Ph. Helt, Hamburg

Im Artikel werden lediglich ökonomische Gesichtspunkte erwähnt. Welche emotionalen Implikationen mit der Einweggetränkedose jedoch verbunden sind und mittels Werbung unterschwellig transportiert werden, bleibt unbeachtet, spielt aber im wirtschaftlichen Kalkül der Vermarkter durchaus eine Rolle.

Praktisch ist sie zwar, diese Wegwerfdose, dies hat sie jedoch mit jeder anderen Wegwerfverpackung gemein. Was die Dose nur gegenüber ihren Konkurrenten wie Bechern, Tetra Paks, Tüten oder Kunststoff- und Glasflaschen so attraktiv erscheinen lässt? Sie weist beispielsweise Fruchtaffinitäten auf: Sie lässt sich wie eine Banane aufreißen, konsumieren und wegwerfen.

Einmaliges Benutzen und anschließendes Wegwerfen hatte schon immer etwas Exklusives

das Einmalige und nur einmal im Leben einer Dose mögliche Öffnen gleicht einer Defloration und Entheiligung