Vor 20 Jahren alarmierte der erste bundesweite Bericht über "Waldschäden durch Luftverunreinigung" die Deutschen. Schlimmes wurde befürchtet: "Erst stirbt der Wald und dann der Mensch". Rasch machte der Begriff "Waldsterben" Karriere, auch international. Europaweit drängten deutsche Politiker darauf, dass der Zustand der Forste länderübergreifend dokumentiert werde. So geschah es, bis heute. Doch die Daten interessieren fast niemanden mehr.

So blieb auch der jüngste Bericht der Bundesregierung über den Zustand des Waldes im Dezember nahezu unbeachtet. Kein Wunder, denn seit Jahren lautet die Hauptbotschaft unverändert: Nur rund ein Drittel der heimischen Bäume ist gesund, zwei Drittel sind schwach bis stark geschädigt, insbesondere durch Luftschadstoffe. Verstärkte Anstrengungen zur Luftreinhaltung seien notwendig.